• Filmfestival Cottbus
Eröffnungsveranstaltung
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13. Mai bis 31. Oktober 2017: AUGUSTA von PREUSSEN (Ausstellung)

 Ausstellung "AUGUSTA von PREUSSEN - Die Königin zu Gast in Branitz"
 Boudoir im Schloss Branitz (Foto: Ben Peters)
 Schloss Branitz (Zeichnung um 1870)
 Blauer Salon im Schloss Branitz (Foto: Ben Peters)

AUGUSTA von PREUSSEN.

Die Königin zu Gast in Branitz

 

Am 25. Juli 1864 war es endlich soweit: Königin Augusta besuchte Branitz. Der Hausherr, Fürst Hermann von Pückler-Muskau, hatte lange auf diesen Besuch warten müssen, war dann aber bestens vorbereitet.

Für den angemessenen Empfang und Aufenthalt hatte er zwischen 1856 und 1862 die drei Schlossräume rechts des Vestibüls neu ausgestalten lassen. Besonderen Aufwand widmete er dem Schlafkabinett Augustas. Die Rekonstruktion und Restaurierung dieser Raumfolge konnte 2015 abgeschlossen werden.

Wie kam es zum ersten und (bisher) einzigen Besuch einer Königin in Branitz?

Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum (SFPM) möchte 2017 in einem großen Ausstellungsvorhaben Hintergründe, Verlauf und Nachklang des königlichen Besuches 1864 präsentieren. Dabei werden nicht nur die Salonräume des Erdgeschosses – einschließlich Speisesalon mit entsprechend gedeckter Tafel –, sondern auch alle Ausstellungsräume im Obergeschoss des Schlosses einbezogen.

Die Ausstellung der SFPM ist ein Kooperationsvorhaben mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, die parallel im Schloss Babelsberg eine Ausstellung zum künstlerischen Wirken des Fürsten im dortigen Park zeigt.

In Zusammenarbeit mit dem Research Center Sanssouci (RECS) findet im September 2017 eine wissenschaftliche Tagung zu Augusta und ihrem Umfeld statt.

 

Der Besuch Augustas war ein Erfolg. Pückler notierte in seinem Tagebuch: „In den letzten Tagen besucht mich die Königin mit Prinz und Prinzessin Karl, woran sie früher schon dreimal verhindert wurde. Branitz gefiel ihr sehr, so wie vorzüglich das Ensemble von Hausameublement, Comfort, bonne chère, hübschen Equipagen u.s.w. […]. Sie war entzückt, daß sie einer Laube den Namen Augustalaube zu geben befahl, und eine schön umgebene große Wiese wurde als das beste erklärt, was I. Maj. Je offerirt worden sei, und die Königin selbst sah ich nie froher und zufriedener, voll all ihrer eigenthümlichen Grazie, und wie um zehn Jahre verjüngt.“

Auch Augusta schwärmte einen Tag später in einem Brief an ihren Mann Wilhelm von ihrem Aufenthalt in Branitz, von den „genialen Ausschmückungen“ und der Gastfreundschaft: „Wir hatten das beste Diner dessen ich mich seit langem erinnern kann beim Fürsten“.

 

Flyer der Ausstellung zum Download

jpg 2017 Augusta Ausstellung
14.05.-31.10.2017: AUGUSTA-Ausstellung im Schloss Branitz (Flyer) (1,29 MB)