• Filmfestival Cottbus
Eröffnungsveranstaltung
Language Icongewählte Sprache:deDeutsch

Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus

Dauerausstellung
„Karierte Wolken – politische Haft im Zuchthaus Cottbus 1933 – 1989“
In der Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus

Zur Ausstellung:
Die Menschenrechte bilden den Kern dieser Cottbuser Dauerausstellung. Über das Schicksal von politischen sowie aus politischen Gründen kriminalisierten Häftlingen hinaus können sich Besucher hier mit dem Streben nach Verwirklichung von Menschenrechten, deren Unterdrückung, aber auch Respektierung auseinandersetzen.

Die Dauerausstellung zeigt typische Beispiele politischen Unrechts aus der Zeit der NS-Terrorherrschaft bzw. der SED-Diktatur. Auf einer Fläche von 450 qm werden 28 Häftlingsbiografien sowie Berichte politischer Gefangener vorgestellt. Diese sprechen eine Vielfalt von für die jeweilige Zeit charakteristischen Themen an. Dabei werden Gründe der Inhaftierung in Cottbus, die Lebensgeschichte der Gefangenen und Versuche, die Würde selbst unter unwürdigen Bedingungen zu wahren, herausgestellt. Außerdem sollen das Leben in der Haft und ausgewählte Rahmenbedingungen der Verfolgungs- und Repressionsmechanismen offengelegt werden. Mit zahlreichen Fotos, Dokumenten, Exponaten und Zeichnungen wird der Strafvollzug in Cottbus ab 1933 veranschaulicht.

Allen dargestellten Häftlingsbiografien ist gemeinsam, dass die Betroffenen versucht hatten, ihre Ziele gewaltfrei zu erreichen.

Wir möchten mit dieser Ausstellung all derer gedenken und jene ehren, die für die Wahrnehmung ihrer ureigenen menschlichen Rechte wertvolle Lebenszeit hinter den Gittern dieses Zuchthauses verbringen mussten und beim Anblick des Himmels nur „karierte Wolken“ sahen, sofern nicht die Sicht durch Blechblenden verhindert war.

Zur Bildungsarbeit:
Ziel der Ausstellung ist es, dass die Besucher sich vertieft mit dem begangenen Unrecht in der Vergangenheit befassen. Andererseits ziehen sich die Menschenrechte wie ein roter Faden durch alle Ausstellungsräume. Die Teilnehmer werden dazu angeregt, die konkreten inhaltlichen Querverbindungen zwischen den dargestellten Biographien der politisch Verfolgten und den verschiedenen Zeitepochen zu entdecken, zu erforschen, aufzuarbeiten, einen direkten Zusammenhang im Umgang mit den Menschenrechten heute und morgen herzustellen und sich für ihre Wahrung weltweit aktiv einzusetzen.

Beispiele für methodische Angebote: Wechselseitige Führungen durch die Epochen, historische Spurensuche bei konkreten Biografien und Themen, Annäherung an die Geschichte über die Objekte der Ausstellung

Die Arbeit mit der Ausstellung kann individuell an die Bedürfnisse einer Zielgruppe angepasst werden. Wir sind flexibel, fragen Sie einfach nach!

Zur Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus:
Die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus ist ein ungewöhnliches Projekt in der Erinnerungslandschaft Deutschlands. Mitglieder des Trägervereins Menschenrechtszentrum Cottbus e.V. – Eigentümer des gesamten Areals sind mehrheitlich ehemalige politische Gefangene dieser Haftanstalt. Die Gedenkstätte ist politisch unabhängig, gehört keiner Stiftung an und wird zum großen Teil von Spenden finanziert.

In dem 1860 eröffneten „Königlichen Centralgefängnis“ wurden im Nationalsozialismus wie auch in der DDR zahlreiche politische Gegner der NS-Terrorherrschaft bzw. der SED-Diktatur inhaftiert. Als heutiger Ort des Gedenkens ist die Haftanstalt ein Beispiel bürgerschaftlichen Engagements. Im Mittelpunkt stehen die ehemaligen politisch Verfolgten, denen in der Vergangenheit Unrecht angetan wurde. Mitglieder des Vereins und ehrenamtliche Helfer aus Deutschland und dem Ausland unterstützen das Projekt mit Kreativität und persönlichem Einsatz.

Gedenkstättenleiterin
Sylvia Wähling
Sylvia.waehling@menschenrechtszentrum-cottbus.de

Anfragen für Bildungsangebote
Hana Hlásková
bildung@menschenrechtszentrum-cottbus.de

Anfragen für Führungen
 
info@menschenrechtszentrum-cottbus.de

Anfahrt:
Von der Autobahn A15, Abfahrt Cottbus West, auf der B169 bis zum Ende der Straße fahren, am Ende der Straße links in die Bautzener Straße abbiegen.
Vom Cottbuser Hauptbahnhof 15 min. zu Fuß Richtung Stadtring laufen, am Anfang der Brücke rechts einen kleinen Fußweg zur Bautzener Straße heruntergehen, an der Bautzener Straße nach rechts 100 m bis zur Gedenkstätteneinfahrt laufen.

Realisierung der Ausstellung
Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages

Fotos: Einblicke in die Ausstellungsräume (Autorin: Sylvia Wähling)

Anschrift

Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus, Menschenrechtszentrum Cottbus e.V.
Bautzener Straße 140
03050 Cottbus

E-Mail: info@menschenrechtszentrum-cottbus.de
Internet: www.menschenrechtszentrum-cottbus.de
Telefon: 0355/ 290 133 0
Fax: 0355/ 290 133 33

Öffnungszeiten

Dienstag - Freitag 10.00-17.00 Uhr
Samstag/ Sonntag 13.00-18.00 Uhr
Feiertags geschlossen

Eintritt

Erwachsene 6,00 €
Ermäßigt* 4,00 €
Führung nach Anmeldung möglich
*Ermäßigt sind: Schüler, Studenten, Rentner, Bezieher von Arbeitslosengeld und Arbeitslosenhilfe
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