• Filmfestival Cottbus
Eröffnungsveranstaltung
Language Icongewählte Sprache:deDeutsch
 Hermann Fürst von Pückler-Muskau (Bild: Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz) (Bild: 1/4)

Branitz-Muskau

Was hat Muskau mit Branitz zu tun? Innerhalb der Ausstellung ist Fürst Pückler als Lausitzer Standesherr neu zu entdecken. Welche Bedeutung hatte die Muskauer Standesherrschaft, einst die größte der vier Oberlausitzer Herrschaften, für die Familie Pückler? Mit den Beschlüssen des Wiener Kongresses 1815 gehörte auch Pücklers Besitz zu Preußen. „Als mich der liebe Gott preußisch werden ließ, wandte er sein Antlitz von mir.“ Ganz so dramatisch war es nicht – 1822 erhob der preußische König Friedrich Wilhelm III. den Grafen in den Fürstenstand, eine von nur drei Fürstungen seiner Herrschaftszeit. Es empfiehlt sich unbedingt ein Besuch in Pücklers Park – nicht nur in Branitz, sondern auch im nur 42 km entfernten Muskauer Park.

Informationen: www.muskauer-park.de

42 km von Cottbus entfernt

Anreise per Fahrrad: Fürst-Pückler-Radweg

Anreise mit dem Auto: ab Cottbus auf der L49 Richtung Forst, später auf L488 rechts abbiegen und ab Döbern auf B115 bis Bad Muskau

 Schloss und Park Brody (Polen)/ Foto: Claudius Wecke (Bild: 1/3)
 Foto eines Biberstein-Sarges, Stadt Forst (Bild: 2/3)

FORST - PFÖRTEN (Brody)

Bekannt ist der berühmte sächsische Premierminister Graf Heinrich von Brühl (1700-1763)  – nicht nur als Gegenspieler Friedrichs II. Er bestimmte wesentlich Antlitz und Entwicklung seiner Standesherrschaft Forst-Pförten und schuf in Pförten (heute Brody) eine prachtvolle Gartenanlage. Auf einem Rundweg zwischen Schloss, Stadt und Schlosspark geben zweisprachige polnisch-deutsche Informationstafeln an sechs verschiedenen Standorten Auskunft über die Geschichte des Brühlschen Residenzstädtchens und seiner einst prachtvollen Schloss- und Parkanlage.
Die Ausstellung in Forst betrachtet das Davor und Danach. Wer herrschte vor dem Grafen Brühl? Wer waren die Edlen Herren von Bieberstein, deren Särge in den Grüften der Forster Nikolaikirche zu finden sind? Und sogar eine Herzogin wartet auf Entdeckung: Luise Elisabeth von Württemberg-Oels wählte nach dem Tod ihres Mannes, Philipp von Sachsen-Merseburg, 1704 Forst zum Witwensitz – eine Blütezeit für das Städtchen begann!

Ausstellung in Forst
Stadtkirche St. Nikolai: 25. Juni bis 31. Oktober 2014, danach Dauerausstellung
Dienstag bis Samstag 10 bis 16 Uhr
Außenausstellung Promenade frei zugänglich

Informationen Forst (Lausitz): www.forst-lausitz.de
Informationen Brody: www.pfoerten.worldpress.com

47 km über Forst von Cottbus entfernt

Anreise per Fahrrad bis Forst:
Fürst-Pückler-Weg und Niederlausitzer Bergbautour,
danach Landstraße und tw. straßenbegleitender Radweg (ca. 15 km)

Anreise mit dem Auto: ab Cottbus auf L49 bis Grenzübergang Forst, dann Landstraße über Marianka bis Brody

 

 Schloss Lübbenau (Foto: NBL_Boldt)

Lübbenau

Die ursprünglich aus Italien stammende Familie Lynar war von 1621 bis zur Enteignung durch die Nationalsozialisten und die Bodenreform 1945 im Besitz der Standesherrschaft Lübbenau. Die gesicherte ökonomische und rechtliche Stellung ermöglichte es der Familie, über die Niederlausitz hinaus an  politischem Einfluss zu gewinnen und im Dienst verschiedener europäischer Mächte bei Hofe, im Militär und in der Diplomatie zu wirken. Die Familie zu Lynar konnte als ein Hauptleihgeber der Ausstellung gewonnen werden. Bis heute zeugen wertvolle Gläser, Porzellane, Gemälde, Möbel, Militaria und weitere Ausstattungsstücke von der Lebensweise der gräflichen Familie. Eine Sammlung, die in Brandenburg einen einzigartigen Schatz darstellt.

Informationen: www.schloss-luebbenau.de

33 km von Cottbus entfernt

Anreise per Fahrrad:
Spreeradweg
Gurkenradweg
Fürst-Pückler-Weg

 Schloss Altdöbern, Brandenburgische Schlösser GmbH (Bild: 1/3)

ALTDÖBERN

Altdöbern war nie eine Standesherrschaft, sondern ein einfaches Rittergut, das 1712 zunächst in den Besitz des Generals Alexander Dietrich von Eickstedt überging. In der Branitzer Ausstellung wird allerdings eine spätere Epoche der Schloss- und Parkgeschichte Altdöberns im Mittelpunkt stehen. 1749 erwarb Carl Heinrich von Heineken das Anwesen. Als Bibliothekar, Kunstbeschaffer und Verwalter der Haus- und Wirtschaftskassen war er die rechte Hand des Grafen Brühl auf Forst-Pförten. Nachdem Brühl die Herrschaft Pförten 1740 erworben und Heineken mit der Aufsicht über die dortigen Arbeiten beauftragt hatte, wollte er seinen Vertrauten wohl ebenfalls in der Niederlausitz ansässig machen. Heineken ließ Garten und Schloß Altdöbern in eine den Idealen der Zeit entsprechende Rokokoanlage umwandeln. Die Branitzer Ausstellung zeigt Werke aus Schloss und Garten und im Auftrag Heinekens entstandene Sakralkunst.

Informationen: www.gemeinde-altdoebern.de

40 km von Cottbus entfernt

Anreise per Fahrrad:
Fürst-Pückler-Weg
Niederlausitzer Bergbautour

Anreise mit dem Auto:
ab Cottbus auf B169 Richtung Senftenberg, in Lindchen rechts auf L531, später rechts auf L53 bis Altdöbern

 Schlossportal Sonnewalde (Foto: Stadt Sonnewalde, Yvonne Gutsche)

SONNEWALDE

Für 40.000 (fl), Geschütz und Vorräte erwarb Philipp zu Solms (1486-1544) Stadt und Schloss Sonnewalde und weitere 15 Dörfer. Der katholische Graf aus der Wetterau war Favorit Georgs des Bärtigen, katholischer Herzog von Sachsen. Die lutherischen Brüder von Minkwitz mussten Sonnewalde verkaufen. Nicht nur Philipp zu Solms, der sich dann auf seinem Totenbett 1544 zum lutherischen Glauben bekannte, auch viele seiner Nachfolger standen in Diensten der Wettiner. Bis 1945 lebten sie in Sonnewalde.

Informationen: www.stadt-sonnewalde.de

78 km von Cottbus entfernt

Anreise mit dem Auto: von Cottbus auf A15 bis Spreewald-Dreieck, A13 bis AS Duben, weiter auf B87 nach Luckau, dann B96 bis Sonnewalde

 Schloss Lieberose, Brandenburgische Schlösser GmbH

LIEBEROSE

Er war Geldgeber, Berater und Taufpate: Joachim II. von der Schulenburg. Als kursächsischer Kammerherr am Dresdner Hof erlangte er eine einflussreiche Stellung. Zu seiner Hochzeit 1603 mit Ursula von Kittlitz auf Spremberg schickte selbst der Kaiser Gesandte und Geschenke, die Kurfürsten von Sachsen und Brandenburg sowieso. Von ihm und seiner Familie berichtet die Branitzer Ausstellung. Seit 1519 waren die Grafen von der Schulenburg im Besitz der Herrschaft Lieberose – bis 1943 sollten sie es bleiben.

Informationen: www.amt-lieberose-oberspreewald.de

31 km von Cottbus entfernt

Anreise mit dem Auto: von Cottbus auf B168 Richtung Preitz, dort links auf B168 bis Lieberose

 Schloss Fürstlich Drehna, Brandenburgische Schlösser GmbH (Bild: 1/2)

FÜRSTLICH DREHNA

Drehna ist eine „junge“ Standesherrschaft – erst 1663 wurde der Rittersitz zum Herrschaftssitz. Noch jünger ist der Namenszusatz „Fürstlich“. Graf Moritz Ernst zu Lynar-Lübbenau erwarb 1793 die Herrschaft. 1807 erhob ihn Kaiser Franz I. in den österreichischen Fürstenstand.

Informationen: www.schloesser-gmbh.de

59 km von Cottbus entfernt

Anreise per Fahrrad:
Fürst-Pückler-Weg
Niederlausitzer Bergbautour

Anreise mit dem Auto:
A15 bis Spreewald-Dreieck, A13 bis AS Calau, weiter über L56

 Straupitzer Schinkel-Kirche (Foto: ©TEG)

STRAUPITZ

Für den Beginn der preußischen Zeit der Niederlausitz stehen in der Ausstellung verschiedene Vertreter der Familie von Houwald, die seit dem 17. Jahrhundert auf Straupitz ansässig war. Die Brüder Christian Gottlob, Christoph Ernst und Karl Heinrich Ferdinand spielten eine entscheidende Rolle beim Übergang der Niederlausitz an Brandenburg nach 1815. Ab 1828 war Karl Friedrich Schinkel für den Straupitzer Standesherrn Karl Heinrich Ferdinand von Houwald tätig. Die von ihm entworfene Kirche dominiert noch heute die umliegende Landschaft am Rande des Spreewaldes.

Informationen: www.straupitz.de

29 km von Cottbus entfernt

Anreise per Fahrrad:
Gurkenradweg

Anreise mit dem Auto:
Landstraße über Werben und Burg bis nach Straupitz

 Foto 1: Sorau (Żary)/ Niederschlesien (Polen) Schloss Biberstein 12. Jh. beg., um 1550 (Altes Schloss) 1710/16 (Neues Schloss) Aufnahme: Max Lörich, um 1930
 Schloss in Zary (Foto: Jürgen Hohmuth/zeitort.de)

SORAU-TRIEBEL (Zary)
Der Südostzipfel der Niederlausitz liegt östlich der Lausitzer Neiße und reicht bis an den Bober. Hier lagen die Herrschaften Sorau und Triebel. Sorau, die größte und bedeutendste der Niederlausitzer Herrschaften, gehörte den Herren zu Biberstein und den Grafen von Promnitz. Letztere erwarben in der Mitte des 16. Jahrhunderts die Herrschaft. Erdmann II. von Promnitz war Geheimer Rat und Kabinettsminister unter August dem Starken. Er  begann in der Stadt Sorau ab 1705 mit einem barocken Schloßneubau. Es entstanden Regierungskanzlei, Marstall, Reitbahn, Kavaliershäuser, ein herrschaftliches Lusthaus, ein Jagdschloß und natürlich ein Barockgarten. Der später berühmt gewordene Georg Philipp Telemann war 1704-08 Kapellmeister am Hofe in Sorau. Bis heute sind die eindrucksvollen Schlösser der Bibersteins und der von Promnitz in Sorau zu bewundern.

Informationen: www.zary.pl

67 km von Cottbus entfernt

Anreise mit dem Auto:
A15 Richtung Forst/ Breslau bis Abfahrt Zary, dann Straße 12 bis Zary Zentrum, das Schloss Biberstein befindet sich im Stadtzentrum

Bildnachweis Foto 1:
SLUB Dresden/  Deutsche Fotothek, Max Lörich

 Kirche in Biecz (ehem. Beitzsch), ein Werk des Dresdner Baumeisters George Bähr (1666-1738), err. 1716/19, Foto: Gemeinde Biecz

Beitzsch (Biecz)
Im heutigen polnischen Biecz (deutsch Beitzsch, 1937-1945 Beitsch), unweit von Brody/Pförten, ist ein Kleinod barocker Sakralarchitektur zu entdecken: George Bähr, der Erbauer der Dresdner Frauenkirche, errichtete hier im Auftrag der Familie von Wiedebach einen kleinen Vorläuferbau 1716/19. Die Wiedebachs waren das am längsten an einem Ort ansässige Adelsgeschlecht in der Niederlausitz. Schon vor 1321 bis 1945 lebten sie auf ihrem Gut Beitzsch. Bis heute sind Reste des Schloss- und Gutsareals erhalten.

53 km von Cottbus entfernt, aus Forst kommend Wojewodschaftsstraße 289 Richtung Lubsko über Brody, kurz nach Brody links auf die Wojewodschaftsstraße 286 Richtung Gubin (Guben) abbiegen